WSV Liezen : SV Rottenmann 3:4 (2:2) Zuseher 250
Ein heißes Derby, das alles hatte, was so ein Spiel braucht - mit einem verdienten Sieg der Rottenmanner!
Die Vorzeichen für diese Begegnung waren aus Sicht der Gäste alles andere als optimal, so musste man beim SVR Fleckl Daniel, Kapitän und Abwehrchef Rüscher auf Grund von Sperren vorgeben, außerdem fehlte auch noch der Langzeitverletzte Sumann und auch Schalk konnte verletzungsbedingt nur das Abschlußtraining mitmachen.
Von der ersten Minute an spielten die Gäste sehr ambitioniert und tauchten immer wieder gefährlich vor dem Tor der Gastgeber auf, doch Schalk, Gutschlhofer und Knefz blieb ein Torjubel verwehrt. Der WSV verpasste dann den zahlreichen Rottenmanner Fans in Form von Forstner einen Schock, denn dieser überraschte Luis Santos im Tor und stellte aus spitzem Winkel auf 1:0 (13Min). Die Antwort der Gäste lies nicht lange auf sich warten, in seinem 4 Match von Beginn an machte der junge Smajlovic sein drittes Tor und stellte so auf 1:1 (19Min). In der 30 Minute sollte der Torreigen seine Fortsetzung finden, Parteder entschloss sich aus gut 20m für einen Schuss und dieser passte genau in den Winkel, 2:1 für Rottenmann. Dann war allerdings wieder der WSV am Zug und Mühlbacher stellte nach einer Standartsituation in der 36. Min. auf den 2:2 Pausenstand.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit war vorerst der WSV die spielbestimmende Mannschaft, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Ein gefährlicher Freistoss in den Strafraum von Pichler in Min 61 ging an Freund und Feind vorbei und landete so zum 2:3 unberührt im Tor der Liezener. Nur fünf Minuten später sorgte SVR Stürmer Schalk nach einem herrlichen Zuspiel von Biljesko Slaven für die endgültige Wende in diesem Spiel und stellte auf 4:2 aus Rottenmanner Sicht. Die Werksportler steckten trotzdem nicht auf und versuchten konzentriert weiter zu spielen; zählbares kam vorerst allerdings nicht dabei heraus. Im Großen und Ganzen war es ein gut und diszipliniert geführtes Derby beider Mannschaften, nur dem Schiedsrichter-Team schien das zu wenig zu sein. Bei den zahlreichen Konter der Gäste hatte man den Eindruck, dass der Assistent an der Linie die Abseitsregel neu erfunden hat. Dem nicht genug, gab Schiedsrichter Schlegl in der 82. Min. zur Überraschung aller Elfmeter für den WSV (natürlich lies sich Eingang diese Chance nicht entgehen 3:4). Eigentlich alles dabei was ein Derby so braucht, ach nein: eine Rote Karte fehlt ja noch! Kein Problem, Parteder dürfte neben dem Schiedsrichter etwas zu laut gehustet haben und schon bekam dieser die gelb/rote Karte unter die Nase gehalten!
Am Spielstand sollte dies nichts mehr ändern, auf Grund von mehr Spielanteil und mehr Chancen hieß der verdiente Sieger SV Rottenmann. Dem WSV muss man für deren beherzten Kampf Respekt zollen, aber der eigentliche Verlierer war an diesem Nachmittag der Fußballsport selbst!
Martin Häusler